Erinnerungen an den Luxustörn Kroatien 2017


Bordtagebuch und Bildergallerie vom Luxus-Törn in Trogir / Split

Erzählungen aus einem eher windarmen Segeltörn durch eines der schönsten Segelreviere! Jeden Tag erlebten wir wunderschöne neue Orte und lachten die ganze Woche herzlich viel. 

Samstag, 23. September 2017

Silvia und Ich (Skipper Roger) trafen sich auf dem Flughafen zürich. Dani hatte schon früh morgens geschrieben, dass er auf dem Weg zum Flughafen sei, während die einen erst zur Dusche schritten. Eigenartig haben Silvia und ich dreingeschaut, als wir mit dem Airport-Bus vor einer Propellermaschine ausgeladen wurden. Nun gut, einsteigen mit einem mulmigen Gefühl und los ging es. 

 

 

Ein Taxi brachte uns in die Marina SCT bei Trogir. Wir hatten einen Bärenhunger und genehmigten uns zuerst einmal einen feinen Salat im Hafenrestaurant auf der Terrasse im ersten Stock. Monika und Bruno reisten in einer gut 17-stündigen Fahrt von Luzern mit dem Bus an. Tobias kam mit einem späteren Flug. Einer nach dem anderen gesellte sich im Restaurant dazu. Die Crew war schon fast komplett. Plötzlich klingelte das Telefon. Konzum! Die kroatische Handelskette war mit dem vorbestellten Proviant bereits im Hafen. Treffpunkt Pier E. Nichts wie los. Co-Skipper Bruno und ich eilten zum Pier. 

 

Sogleich durften wir unseren Katamaran beziehen und halfen dem jungen Mitarbeiter des Konzum mit dem Ausladen der Ware. Der Katamaran, den wir gebucht hatten, war eine Lagoon 42. Ein wunderbares Gefährt mit schön warmem Holz im Innern ausgekleidet, TV, Klimaanlage, grosszügige Duschkabinen und massenweise Spielzeug auf dem Vordeck wie z. B. ein Kanu und ein Kneeboard… Plötzlich stand Dani, unser Bordkoch, hinter mir und begrüsste mich. Beinahe habe ich mich erschrocken. Auch Franziska, unsere Bordmasseurin, stiess plötzlich dazu. Bording completed! Unsere Crew war vollständig. Wie der Konzum sogar bereits in der Schweiz telefonisch meldete, konnte er nicht alle gewünschten Produkte liefern. Ausserdem war ich mit dem Online-Einkauf nicht ganz fertig geworden. Wir gingen zu Fuss in die Altstadt von Trogir, assen dort in einem wunderbaren Restaurant zu Abend und kauften unsere letzten Waren ein. 

Sonntag, 24. September 2017

Spannung herrschte. Der Katamaran war in der SCT Marina Trogir nur ca. einen Meter neben dem steinigen Ufer parkiert. Die Ausfahrt machte etwas nervös, doch lief geschmeidig von statten. Ebenso erhöhte das erste Mal Segelsetzen unseren Adrenalinspiegel. Ein schwacher Wind von 2-3 Beaufort setzte ein. Das Segel ging streng hoch, war doch das Grossfall total verdreht, was zur Verdrehung der Aufhängung führte. Zwei bis drei Schläge kreuzten wir gegen den Südostwind auf, bis wir einen Badestopp in Uvala Krknjas einlegten. Die Plätze waren begehrt. Zwei Angermanöver scheiterten, ehe wir 50 Meter weiter zum Westufer hin den dritten, aber diesmal erfolgreichen Ankerversucht starteten. Wir hatten dank dem Bordkoch Daniel ein wunderbares Mittagessen. Ausserdem wasserten wir zum ersten Mal unser Dinghi ein. Wir dachten schon, dass der Motor irgendwie grösser war als bei anderen Dinghis. Unser Beiboot war an Davits festgemacht, womit wir es an einer Leine problemblos ins Wasser herabsenken konnten. Ich startete den Motor. Schon beim Gasgeben merkte ich, dass man vorsichtig damit umgehen musste. Vollgas war alleine im Dinghi fast nicht möglich. Das ganze Boot kam dabei aus dem Wasser und sofort ins Gleiten. Bruno und Franziska kamen dazu und wir rasten in atemberaubendem Tempo durch die Bucht nach vorne zum Steg und zurück. Wow! Was für ein Beiboot! Wir waren begeistert. 

 

Nach einer Weile setzten wir über nach Uvala Sesula, unserem finalen Ort für die kommende Nacht. Auch die Bucht war gut besetzt mit Yachten. An freien Stellen war der Ankergrund über 20 Meter tief, was für einen guten und sicheren Halt schon zu viel ist. Wir drangen weiter ans hintere Ende der Bucht Sesula und entdeckten zwei bis drei Nischenplätze. Leider hielt dort unser Anker nicht. Nach ethlichen Versuchen kamen wir auf das Angebot eines Restaurantbesitzers zurück, der seine Boje gratis anboten hatte, würde man in sein Restaurant zum Essen kommen. Doch das waren keine freien Bojen mehr. Wir machten sozusagen an seiner Boje fest, indem wir an einen Katamaran festmachten, der an seiner Boje festgemacht war. Das geht ja auch. Das restaurant war hübsch. Über mehrere Stufen verteilt durften wir under einem mit Stroh bedeckten Dach draussen essen. Die Stimmung war wundervoll. 

 

In der Nacht um ca. 03:00 Uhr zog ein Gewittersturm auf. Windböhen drangen auch in die Bucht. Bruno und Monika waren bereits an Deck, als ich aus dem Bett aufsprang. Ich wollte überprüfen, ob die einzige, sehr dünne Landleine des Nachbarkatamarans das Gewicht beider Katamarane zu halten vermochten. Wir hatten nämlich keine Leine ausgebracht. Doch genau dies taten Bruno und ich nach einer kurzen Besprechung, indem wir mit dem Dinghi ans Ufer tuckerten. Monika half uns dabei und kümmerte sich um die Arbeiten auf dem Katamaren. Dann gingen wir wieder ins Bett. 

Montag, 25. September 2017

Wir brachen um 11 Uhr auf zu einer paradisischen Inselkette, die weiter im Süden lag. Nach gut zwei Stunden erreichten wir sie und machten an einer Boje in Uvala Vinogradisce fest. Die Bojen waren eng aufeinander gesteckt. Zumindest in unserer Wahrnehmung mit einem Katamaran von 12,8 Metern Länge! Die Bucht war von einem erfrischenden, leicht giftig farbenen Grün der Bäume umsäumt. Ein Sandstrand brachte mit seinem beigen Ton zusätzliche Farben ins Spiel. 

 

Daniel, unser Bordkoch, zauberte heute etwas einfaches, aber sehr leckeres auf den Tisch: Melonen mit Rohschinken sowie Hüttenkäse und weitere Köstlichkeiten. Wir liessen es uns in dieser unglaublich friedvollen Bucht in aller Ruhe schmecken. Nach dem Essen schwangen wir unseren Allerwertesten ins Dinghi, rasten zum Steg, machten es fest, liefen zur ACI Marina Palmizana, stiegen in ein Wassertaxi und liessen uns nach Hvar fahren, wo wir zum Fort Espanjola aufstiegen. Ein royaler Ausblick eröffnete sich uns. Der gesamte Weg vom Katamaran bis zur Burg hoch war wunderschön und gespickt mit liebevollen Details, die diese Region bietet. 

 

Gegen 20:00 Uhr fuhr uns dasselbe Wassertaxi wieder zurück nach Palmizana. Als wir wieder auf dem Kat waren, gab Dani wieder eine Speise zum Besten. Nicht lange später war Feierabend. 

Dienstag, 26. September 2017

Monika und Bruno boten sich an, um den Katamaran im Morgengrau aus der Bucht zu manövrieren. Ziel war es, die blauen Grotten auf Bisevo zu besuchen. Und Ziel war es, möglichst vor dem Grossandrang der anderen Schiffe dort zu sein. Tobias half kräftig mit, damit der Katamaran sicher aus der Bucht kam. Als wir uns dem Bojenfeld näherten, war bereits alles voll. Die einzige Boje, die noch frei war, war ein Himmelfahrtskommando. Denn sie war so nahe am Felsen befestigt, dass es unseren Katamaran mit Sicherheit zerschmettert hätte. In der Hoffnung, noch eine Boje zu finden, stiessen wir mit unserer Lagoon 42 in die Menge der Schiffe vor. Und tatsächlich offenbarten sich noch zwei bis drei weitere Möglichkeiten zum Festmachen an den Bojen. Doch führten zu Positionen, die zu nahe an anderen Schiffen waren. Es war alles verdammt eng abgesteckt. Wer hier keine Nerven hat, sollte einen anderen Platz suchen. Kommunikation bewirkt wunder. Ein kurzes Gespräch mit einem festgemachten Boot verschaffte uns Platz. Denn sie waren im Begriff zu gehen. So konnten wir ihre Boje schnappen. Wir mussten rund 45 Minuten warten. In dieser Zeit kam ein deutsches Segelschiff angefahren und wollte an der Boje hinter uns festmachen. Genauer gesagt, war die Boje eigentlich nicht hinter uns, sondern neben uns oder unter unserem Katamaran, je nachdem, woher der Wind gerade blies. Daher offerierten wir den Deutschen auf der Yacht, längsseits an unserem Katamaran festzumachen. Ich half ihnen mit dem vertäuen der Leinen.

 

Dann rauschte ein hölzernes Boot heran und lud die Deutschen und unsere Crew auf, um in die blauen Grotten zu fahren. Die Einfahrt zu Grotte kann einen den Kopf kosten. Wer sich dabei nicht duckt, kriegt vom Fels ordentlich eins aufs Dach. Geschätzte 1.5 Meter hoch ist der Eingang. Darin steigt aus dem Wasser ein knalliges Blau auf und legt die ganzen Felswände in einen wunderschönen blauen Schleier. Die Tour war jeden Cent wert! 

 

 

Kaum zurück auf dem Katamaran legten wir gleich ab. Die Situation war brenzlig. Rechts von uns eine Yacht, links hinter uns eine Yacht, nur ein bis zwei Meter entfernt… doch Bruno rangierte den Katamaran sauber aus der Enge und brachte uns zur nächsten Bucht, der Uvala Stiniva. Diese Bucht besticht durch ihren kleinen Strand, der sich hinter zwei Felsen versteckt. Nur ein schmaler Spalt öffnet die Sicht auf das offene Meer. Da wir wegen der imensen Tiefe der Bucht nicht sicher ankern konnten, blieben Monika, Bruno und ich an Bord. Die anderen Crew-Mitglieder legten mit dem Dinghi ab und besuchten den Strand. Dani hatte bereits Kuchen präpariert, der aus dem Ofen einen wunderbaren Druft versprühte: Banana-Cocos-Cake und einen Marmorkuchen. 

 

Kaum waren wieder alle an Bord, verschlangen wir zuerst einen feinen Caesar Salad, dann gute 75% der Kuchen. Der Abwasch gestaltete sich schwierig, ging aber gerade noch. Wir verbrachten noch keinen einzigen Tag in einem Hafen. Unsere Reise spielte sich auf dem Meer und in Buchten ab. Mit Duschen und Abwaschen bei all dem feinen Geköche fiel der letzte Tropfen Süsswasser aus dem Tank auf eine Messerklinge, die vor der Schublade noch das Trocknungstuch sah. Bestimmt würden wir am Abend in Komiza an der Hafenmole Wasser bekommen.

 

Auf dem Weg dahin setzten wir die Segel, das der Wind ausreichte. Diesmal übernahm Tobias das Steuer. Es schien ihm zu gefallen. Durch sein Gesicht zog sich jedenfalls ein riesen grosses Lächeln. In der Bucht vor Komiza wollten wir unsere Segel wieder bergen. Dabei stellte sich heraus, dass wir das Gross nicht mehr bergen konnte. Das verdrehte Grossfall verklemmte sich oben. Zwei bis drei Gespräche vergingen, bis wir auf die Idee kamen, einfach ein Reff nach dem andern gleichmässig durchzusetzen und so Zug nach unten auszuüben. Zum Glück funktionierte diese Vorgehensweise. Niemand hätte auf den Masttop klettern wollen, geschweige denn, in dieser Situation mit starkem Wind konfroniert werden. Der Hafenmeister tauchte mit einem kleine Speedboat auf und wies uns eine Boje zu. Der Hafen war bereits voll. Wir konnten noch kochen, doch das Spühlbecken blieb voller gebrauchter Gläser und Teller. Dafür hatten wir einen unglaublich unterhaltsamen Abend mit spannenden politischen Diskussionen, Witzen und Spässchen bis Mitternacht. 

Mittwoch, 27. September 2017

Warten war angesagt. Doch in einer so schönen Bucht wie vor Komiza konnten wir unsere Wassersportspielzeuge ausprobieren. Standup-Paddeling und Baden war angesagt. Wir trachteten wie die Geier zur Hafenmole rüber, um uns dann auf den freien Platz zu stürzen. Immer wieder stelle ich beim Segeln fest, wie sehr wir doch auf Wasser angewiesen sind. Zu Hause fliesst das kühle Nass einfach aus dem Hahn. Tagein, tagaus funktioniert es, nur mit ganz seltenen Unterbrüchen, sodass es für uns zur Selbstverständlichkeit wird. Wir sagen keinen Platz und entschieden, einfach von der Boje zu lösen und im Hafen eine runde zu drehen. Zwei Lücken boten sich an. Als wir bei der ersten zu einem Viertel drin waren, zeigte sich, dass sie zu eng war. In der zweiten Lücke war ein Fischerböötchen quer zur Mauer geparkt. Doch der Zufall wollte es, dass ein weiteres Schiff ablegte und so eine grosse Lücke für uns entstand. Wir tankten Wasser und nutzten die Gelegenheit gleich zum Duschen auf unserem Katamaran. Schliesslich knüpfte der Hafenmeister uns dafür stattliche 80 Kuna ab (ca. CHF 11). 

 

Gleichzeitig kaufen wir noch Wasser, Kaffee, Brot und Cerealien nach. Das Dörfchen hat Charme. Diesmal war es nicht Daniel, der einen feinen Tomaten-Mozzarella-Salat herrichtete, sondern Franziska. Da wir unter Zeitdruck standen, fuhren wir bereits währen dem Essen ab. 

 

Die Nacht verbrachten wir in einer wunderbar ruhigen Bucht in Tiha. Der einzige Lärm war natürlich von unserem Speed-Beiboot. 

Donnerstag, 28. September 2017

Wir legten in Tiha ab, um nach Zlatni Rat, dem offenbar bekanntesten Strand Kroatiens überzusetzen. Die Fahrt dauerte nur etwa eine Stunde. Drei Ankerversuche waren nötig, ehe er hielt. Ausser Bruno und ich gingen alle an Land. Wir beobachteten die Szenerie dafür ab und zu mit dem Feldstecher und schoben Wache auf dem Katamaran, dessen Anker nicht zuverlässig hielt. 

 

Am Nachmittag kam genügen Wind auf, um Richtung Solta zu segeln. Wir kreuzten dann ein paar Mal auf und liessen uns alle Zeit der Welt. Da Kroatien von vielen Seglern besucht wird, lässt man sich hier gerne unter Druck bringen. Druck, frühzeitig in einem Hafen, Ankerplatz oder Bojenfeld zu sein, um noch irgendwo festmachen zu können. Doch davon wollten wir uns für einmal nicht leiten lassen. Mit vollem Optimismus segelten wir unsere letzten Schläge in der untergehenden Sonne, bevor wir die Segel bargen und unter Motor nach Milna zogen. 

 

In Milna war der anvisierte Hafen Vlaska tatsächlich bis auf den letzten Platz voll besetzt. Auf der anderen Seite der Bucht entdeckten wir einen Steg, andem bereits drei Yachten ähnlicher Grössenordnung wie unseres Katamarans festgemacht waren. Wir entdeckten, dass am Steg sogar Mooringleinen angebracht waren und machten schliesslich fest. Dann kam eine kroatische Lady dahergelaufen, ihr kleid ähnelte einem Pyjama, sah allerdings stilvoll aus. Sie meinte, es sei ein privater Steg und wir dürften nur festmachen, wenn wir auch in ihrem Hotel oder Restaurant einkehren würden. Ausserdem wies sie darauf hin, dass wir längsseits festmachen sollten, das sie nicht sicher sei, ob der schwimmende Pantoon halten würde. Wir versicherten ihr, auf einen Drink vorbeizukommen und die Lagoon 42 längsseits zu positionieren im Fall von zunehmendem Wind. Tatsächlich gab der Steg beunruhigende rostige, metallische Klänge von sich, jedesmal wenn er belastet wurde. Wir hatten jedoch eine bessere Idee. Um uns Arbeit zu ersparen, ergänzten wir die luvseite Achterleine durch eine Luvlandleine, die den grössten Druck vom Schwimmsteg nah. 

 

Ein Spatziergang nach erfolgten Nachtessen durch die ganze Bucht an der ACI Marina vorbei zeigte, dass auch dort alle Liegeplätze von Schiffen besetzt waren. Für unseren Katamaran gab es nur noch einen einzigen Platz, den wir hätten nutzen können. Die Bucht bot Restaurants, Bars und Gelaterias. Erstaunlicherweise fand man nur ganz vereinzelt Menschen in den Lokalitäten. Es lag eine eigenartige Stimmung in der Bucht von Milna. Die meisten Crews verbrachten den Abend auf ihren Yachten. War das ein weiteres Zeichen der Wirtschaftskrise? Oder assen die Crews ihre Essensresten auf? Wir jedenfalls gönnten uns unseren Schlummerdrink in der Bar, wie mit der Dame im tageslichtfähigen Pyjama abgemacht.  

Freitag, 29. September 2017

Der Zug auf die Leinen, verursacht von den nächtlichen Windböhen hat die Ummantelung einer langen Landleine abgefeilt. Geschlafen haben wir mehr oder weniger alle ruhig. Kaum waren die ersten auf, haben wir die Leinen gelöst und uns in die Warteschlange für die Tankstelle gestellt. Zum Glück lag sie gerade neben unserem Liegeplatz. Eigentlich müssen wir präziser sein. Wir haben uns nicht in die Schlange gestellt, die aus zwei Booten bestand, sondern uns vorgedrängelt. Wir waren jedoch dann so nett und haben den zweiten in der Reihe wieder vorgelassen. Dieser wartete so weit weg von der Tankstelle, dass wir glaubten, ein anderer, vierter könnte sich noch vordrängeln. 

 

Alles ging fix und noch halb im Hafen setzten wir unser Vorsegel und liessen uns vom vorherrschenden Westwind mit 2 bis 3 Beaufort aus der Mündung pusten. Nach dem Setzen des Gross zeigte die Geschwindigkeitsanzeige gute 6 Knoten Fahrt an. So beginnt das Segeln Spass zu machen. Eine Stunde später setzte die Flaute ein und wir trieben noch mit ein bis zwei Knoten Fahrt vor uns hin. Dani bereitete pikante Spaghettis, Rahmspinat und mit Speck gebratene Kartoffeln zu. Damit wir alle essen konnten, interessierte uns, ob wir mit dem Katamaran ebenso wie mit dem Monohull beiliegen konnten. Beim ersten versuch vergassen wir, dass die Selbstwendefock zu blockieren. Das Ding war für uns einfach ein Novum! Der zweite Versuch glückte und man staune: Es geht also auch mit einem Katamaran. Einzig das Steuer mussten wir im Vergleich zur einrumpfigen Yachdt mittig arretieren. 

 

Dannach starteten wir den Motor und verbrachten noch gute anderthalb Stunden in der Bucht Razetinovac. Ich habe gelesen, dass es dort einen U-Boot-Bunker geben soll. Nachdem sich die Bucht vor uns auftat, stellten wir mit Bedauern fest, dass es dies eine Fehlanzeige war. Dafür war die Bucht wunderschön, mit blau-grünem Wasser. Monika, Ziska, Tobi und ich machten mit dem ultraschnellen Beiboot eine Spritztour. Dann wollte Tobi das Knee-Board ausprobieren. Startschwierigkeiten gehörten selbstverständlich dazu. Nach ein paar Kniffen hatte er den Dreh raus und kniete auf dem Board. Es sah so lustig aus, wie er die Wellen ritt, es ihn vermeintlich zusammenschlug und wie er links und rechts kurvte. Er hat die Fahrt erstaunlich lange durchgehalten. Denn es war sehr anstrengend. Auf unserem Katamaran spendete die Crew klatschenden Beifall. Ebenso auf dem benachbarten Schiff, als ich mit Tobi im Schlepptau dran vorbeiraste. 

 

Doch dann war der Spass vorbei. Es war Zeit, den Katamaran in den Ausgangshafen Trogir zurückzunavigieren. Einmal mehr mussten wir feststellen: Diese Woche verging viel zu schnell! 

Samstag, 30. September 2017

Tobi, Dani, Silvia und ich blieben noch ein bis zwei Tage in Trogir. Wir buchten uns bei Zvonko ein Airbnb. Monika, Bruno und Ziska flogen bereits heute zurück nach Zürich. Eine unvergessliche, packende, erlebnisreiche und voller Humor gefüllte Reise kommt zu Ende. 


Bildergallerie vom Luxustörn 2017 - ein entspanntes Segelerlebnis

Trogir, Solta, Hvar, Vis, Zlatni Rat, Brac... alles wunderbare Orte, die sich in vollster Farbenpracht uns offerierten. Die Woche verging leider wie im Fluge. Doch um den Segeltörn wieder zu erleben, dafür haben wir ja die Bilder. 


Erlebnisbereicht von Tobias R.

"Ich war mit auf dem Luxustörn in Kroatien und bin noch immer voller Begeisterung und schöner Erinnerungen.

 

Wie bin ich zu dem Törn gekommen? Ich habe diesen Törn per Zufall auf der Seite von sail4life entdeckt und hab mich erst zwei Wochen ohne jegliche Erfahrung entschlossen da mitzumachen. Ich habe mich mit Roger in Verbindung gesetzt und nach einigen Telefonaten bei ihm angemeldet. Ich bin dann natürlich mit gemischten Gefühlen und ohne jegliche Erfahrung und ohne zu wissen, was mich erwartet nach, Split geflogen.

Am Jachthafen von Trogir habe ich die Mannschaft und die weiteren Teilnehmer getroffen. Die Zweifel und gemischten Gefühle vor dem Törn waren dann aber in beeindruckender Weise direkt verflogen. Die Crew hat einen sehr Lockeren und professionellen Eindruck gemacht und ich wurde direkt gut eingewiesen und herzlichst aufgenommen.

 

Nun zum eigentlichen Segeltörn: 

Am ersten Tag konnten wir entscheiden, wo die Reisen hingehen soll. Norden? Süden? Wir haben uns gemeinsam für den südlicheren Teil von Split entschieden. Am zweiten Tag ging die Reise dann auch schon los und die Ferien waren bis zum letzten Tag ein voller Erfolg.

 

Wir haben gesegelt, getaucht, waren Baden, an der Sonne gelegen, in Massen Eis gegessen, Dörfer und Städte und verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht, gelacht, getrunken usw. usw.. 

Ich möchte hier jetzt nicht einen kompletten Reisebericht schreiben aber ich muss sagen das ich von Anfang bis Ende immer Spass hatte. Ich fand es absolut super wie man beim Segeln mitmachen konnte und einem alles erklärt wurde, die Crew hat sich auch Zeit genommen um die verschiedene Sachen und Manöver zu erklären.

 

Wir hatten echt eine Lustige Zeit zusammen und soviel wie in dieser Woche habe ich schon lange nicht mehr gelacht. :-) Ich habe mich auch super erholt durch die super Massagen und das super Essen an Bord. Erholung und eine Gute Zeit sollte ja auch Sinn und Zweck von Ferien sein.

Die ganze Reise war sehr entspannt und wir hatten auch nie irgendwelche Hektik an Bord.

 

Es war auch super das wir als Gäste mit der Crew entscheiden konnten wo es als nächstes hingeht, alle Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen. Was sind das für Ferien, wo man hinkommt und alles ist geplant und man fährt nur noch strickt eine Route ab, ohne dass man gemeinsam darüber entscheiden kann, so als ob man möglichst schnell die Woche herumkriegen müsste? Bei diesen Törn - und ich nehme an dass das bei sail4life immer so ist - war das überhaupt nicht der Fall.

Wer noch mehr über einen Segeltörn in Kroatien erfahren möchte, der fährt am besten selber mit sail4life dahin. :-)

 

Also das wars von meiner Seite und zum Schluss möchte ich noch sagen: „sail4life“

 

Besten Dank an die Crew Roger, Bruno, Franziska und Daniel!

 

Tobi"

 

Luxustörn in Kroatien, September 2017